Vorträge

Dagmar Eigner
Gemeinschaftsrituale in der TEM - Medizinanthropologische Perspektiven

Gemeinschaftliche Rituale gehören zu den ältesten Verfahren, Krankheit, Unglück, Hunger und widrige Wettereinflüsse abzuwehren bzw. damit umzugehen. Grundstruktur und Dynamik dieser Gruppenrituale sind in verschiedenen Regionen sehr ähnlich, jedoch variieren die besonderen Ausführungen und der symbolische Bedeutungsgehalt. Bei den heute am stärksten revitalisierten Gemeinschaftsritualen handelt es sich vor allem um Jahreszyklusrituale, die in engem Zusammenhang mit dem vermehrten Auftreten von Krankheit und Nahrungsmittelknappheit zu bestimmten Zeiten standen. Anhand von Beispielen in Österreich werden Ablauf, Symbolik und therapeutische Wirkfaktoren diskutiert, wobei insbesondere physiologische, soziokulturelle und psychische Aspekte Beachtung finden. Des weiteren werden Vergleiche zu ähnlichen Ritualen in anderen Regionen gezogen und die gemeinsame Grundstruktur sowie die möglichen gesundheitsfördernden Effekte aufgezeigt.

 

Sepp B. Fegerl
Zurück zur Wurzel meiner Kraft - die Moderne Mayr Medizin

Wir wünschen uns alle Vitalität, Gesundheit und einen klaren Geist. Lange schon steht die Mayr Medizin in dem Ruf nicht unwesentlich zur Gesundung und Gesunderhaltung von Therapeut und Patient beitragen zu können. Wie lassen sich aber in diese Form der Erfahrungsmedizin aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Trends integrieren? Wie könnte Mikrobiom, Autophagie und Microinflammation sich auf unsere Arbeits- und Lebensweise auswirken? Und was muss man anstellen dabei nicht verloren zu gehen? Mit diesem Vortrag soll mit alten Ressentiments aufgeräumt, alltagstaugliches Wissen vermittelt und Interesse an der Modernen Mayr Medizin geweckt werden.

Günther Fleck
Atomistisches versus Systemisches Denken und Handeln in der traditionellen europäischen Medizin

Seit der Antike stehen reduktionistische versus ganzheitliche Ansätze im Hinblick auf die Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung von Erkrankungen diametral gegenüber. In der westlichen Wissenschaft hat der reduktionistische Ansatz, der auf dem sogenannten atomistischen Denken beruht, enorme Erfolge verzeichnet (insbesondere in der klassischen Physik). Dabei werden Systeme in nicht weiter zerlegbare Bestandteile aufgeschlüsselt, deren Eigenschaften für das gesamte System als repräsentativ erachtet werden. Die gegenteilige Auffassung (Aristoteles: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile) hat zwar immer wieder ihre Erfolge verbuchen können, sich allerdings bis heute nicht durchgesetzt. Die Emergenz von Systemeigenschaften, die sich in den einzelnen Teilen nicht wiederfinden, also reduktionistisch nicht erfasst werden können, stellen eine große Herausforderung an die unterschiedlichen Reduktionismen dar. In diesem Zusammenhang hat das Konzept der Ganzheit bzw. des ganzheitlichen Denkens eine konkurrierende Position eingenommen.

 

Friedemann Garvelmann
Grundprinzipien der Arzneitherapie in der TEN/TEM

Die Arbeit mit Arzneimitteln in der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde / Medizin unterscheidet sich in verschiedenen Aspekten von der konventionellen wirkstofforientierten Pharmakotherapie. Sie orientiert sich konsequent an der individuellen humoralmedizinischen Pathophysiologie des betreffenden Patienten (nicht an Indikationen!), mit dem Ziel, durch den Arzneimittelreiz möglichst präzise Impulse zu setzen, die den Gesamtorganismus zur Reorganisation seiner humoralen Situation anregt, bzw. diese unterstützt. Dies betrifft sowohl die aktuelle Krankheit, als auch die konstitutionelle Situation, die als Basis der pathologischen Entwicklung in der TEN sehr zentralen Stellenwert besitzt.
Die TEN verwendet sowohl pflanzliche Heilmittel in unterschiedlichen Anwendungsformen, als auch potenzierte Mittel (meist in Niedrigpotenzen D3-D6), die allerdings nicht nach den Kriterien der klassischen Homöopathie ausgewählt werden, sondern entsprechend ihrer Wirkung auf die humorale Pathophysiologie ('Funktionelle Homöopathie' nach Broy). Es wird häufig mit Komplexmitteln aus pflanzlichen und/oder potenzierten Bestandteilen gearbeitet, die idealerweise in Individualrezepturen erstellt werden.
Der Vortrag schafft anhand konkreter Patientenbeispiele einen Überblick über die genannten Aspekte.

Shahrzad Irannejad

From Galen to Avicenna: Greco-Roman world to the Perso-Arab world

 

The Perso-Arab world inherited its core medical ideas from the Greeks, and elaborated upon and made sense of these ideas in a new linguistic and cultural context. After a brief tribute to Galen (among other scholars of the Hellenistic era), we will see how his ideas were transferred to the Islamicate world through the “Abbasid Translation Movement”. We shall see how medical ideas were transformed through transfer beyond geographical, linguistic, and cultural borders, to arrive in the world of Avicenna (980 –1037). We will end with discussing in brief the various aspects of the Avicennean corpus as the common medical heritage of Traditional European Medicine and Traditional Persian Medicine.

Annette Kerkhoff
Altes Frauenwissen in der TEM

Über Jahrhunderte hatten Frauen einen eigenen Zugang zur Heilkunde. Vielfach wurde ihr Wissen mündlich weitergegeben, in der offiziellen Medizin und auch in den Annalen der Medizingeschichte kommt es vielfach nur marginal vor. Welche Gesundheitskonzepte hatten diese Frauen? Was macht ihr  Wissen aus?  Wie kann es die Medizin von heute bereichern? sind die Fragen, mit denen sich der Vortrag beschäftigt.

Jürgen Werner Kremer
Noaiddášeapmi – Kosmologie und Praxis traditioneller saamischer Heilmethoden

Die Saamen sind das letzte indigene Volk Europas. Ihre Ethnosphäre ist mehr mit der anderer arktischer Völker (wie den Nenzen, Nganassanen, etc.) verwandt als mit skandinavischen und mitteleuropäischen. Saamische Schamanen sind für ihre Benutzung der mit Symbolen bemalten Schalen- und Rahmentrommeln berühmt. Ihre schamanischen Fähigkeiten sind legendär und in vielen Geschichten festgehalten. Dieser Vortrag beschreibt beschreibt die Kosmologie ihres Heilungsverständnisses wie es durch Trommeln, Felszeichnungen, heilige Plätze und alte wie moderne Erzählungen dokumentiert ist. Die Analyse des traditionellen Heilansatzes der Samen beruht auf Beschreibungen, die von den ältesten Quellen bis in die Gegenwart reichen. Sie werden im Rahmen von Gesprächen mit saamischen Schamanen des 20. Jahrhunderts diskutiert. Die Rolle der noaidefápmu, der Kraft des Noaidis oder Schamanen, wird im Licht von heutigen experimentellen Untersuchungen analysiert.
Was sind die Implikationen dieses Beispiels eines europäischen indigenen Volkes für die Ganzheitsmedizin? Welche Rolle spielt die saamische Kosmologie im Heilungsprozess? Wie können wir vergleichbare neurophysiologische, psychologische und sozial relevante Prozesse in Patienten und Patientinnen anderer Kulturen auslösen? Was sind die Vorbedingungen für erfolgreiche Interventionen?

Stanley Krippner
Cosmas, Cosima, and the cosmos: The healing model of traditional healing

The first villages in Calabria, Italy, date back to 3500 BCE, and the indigenous healing practices are even earlier.  Today, Calabia is one of the poorest sections of Italy but one of the richest in terms of folk traditions. A team of us visited the area, interviewing traditional healers, observing local healing practices, and engaging in local festivities. We participated in the annual Feast Day of St. Cosmas and St. Damian, two legendary healers from Roman times who are the patron saints of the area. We also paid two visits to the Shrine of Madonna della Scoglia, where Fratel Cosimo, a lay Roman Catholic practitioner, conducts regular healing services, sanctioned by the church. As a result of our field work, we pieced together the Calabrian view of the cosmos and how it is exemplified in their traditional healing practices. We used the model of unconventional healing developed by the National Center for Complimentary and Integrative Health. Each facet of the model was described: lexicon, taxonomy, epistemology, mechanisms, goals of intervention, outcome measures, social organization, activities, responsibilities, scope and limits, cost effectiveness, suffering and death, and interaction with the dominant medical system of the area. The ability of the model to describe the multi-faceted practices we observed argues for further application when other indigenous practices are explored and described. (The presentation is based on fieldwork conducted with Michael J. Bova.)

Gerhard Kögler
Komplementäre Krebsbehandlung aus der Sicht der Traditionellen Europäischen Medizin

Krebserkrankungen haben in der modernen Zeit einen großen Stellenwert eingenommen. Durch längere Überlebensdauer haben wir immer mehr Patienten, die an Krebs leiden. Die Vorteile der modernen Medizin liegen in der ausgezeichneten Behandlung der Symptome. Auf der anderen Seite kann die traditionelle Medizin dem Menschen Möglichkeiten bieten, heil im Sinne von ganz zu werden. Daraus entwickelt sich dann die Chance auf eine wirkliche Heilung des Patienten, auf allen vier Ebenen des Seins wie Körper, Geist, Seele und Spiritualität. Das Konzept, das im Vortrag vorgestellt werden soll, fußt auf und in der Natur und in der Menschenseele.

Arnold Mayer
Vis medicatrix naturae – Naturheilkraft

Der Begriff der Naturheilkraft wird sehr häufig benutzt, allerdings bleibt die Beschreibung derselbigen meist sehr nebulös. Die Traditionelle Europäische Medizin dagegen hat sehr genaue Vorstellungen von dieser Kraft, ihren Funktionen und ihrer Herkunft. Sie ist ein Kernstück der Selbstaktualisierungsfähigkeit aller Lebewesen und hat funktionelle Zentren im Organismus.

Johannes Gottfried Mayer – Forschergruppe Klostermedizin Würzburg
Klostermedizin – gestern und heute

 

Die Klostermedizin war nicht irgendeine besondere Therapieform vergangener Zeiten, der Begriff bezeichnet vielmehr eine Epoche der europäischen Medizingeschichte. Die Grundlagen dafür schuf der hl. Benedikt von Nursia in seiner Klosterregel um 527. Im frühen und hohen Mittelalter sorgten vorwiegend Mönche und Nonnen für eine kompetente medizinische Versorgung der Bevölkerung in Europa. Dazu nutzten sie medizinisches Wissen aus der Antike sowie Heilpflanzen und Rezepte aus der Volksheilkunde Westeuropas. Im 11. und 12. Jahrhundert kamen Kenntnisse der Medizin aus den arabischsprachigen Ländern  hinzu, die allerdings wiederum auf den Autoritäten der antiken griechischen Ärzteschaft beruhte. Somit ist die Klostermedizin eine wichtige Stufe in der Entwicklung einer "Traditionellen Europäischen Medizin", die sich gegenüber anderen medizinischen Systemen nicht zu verstecken braucht und uns heute noch viele Anregungen in der Anwendung von Kräutern und Mineralien und nicht zuletzt zur Erhaltung der Gesundheit zu geben vermag.
Größte Beachtung schenkte die Klostermedizin dem gesamten Verdauungstrakt. Hier wurden schon kleinere Störungen sehr ernst genommen um Schlimmeres oder Chronifizierungen zu vermeiden. Die meisten Mittel erweisen sich auch nach heutigem Wissen als durchaus sinnvoll. Bei den Behandlungen von Erkrankungen der Atemwege und bei Wunden und Hautproblemen war die Klostermedizin ebenfalls ziemlich leistungsfähig. Das gilt auch für Erkrankungen der Harnwege und Verfahren der Diurese: alle Pflanzen, die hier eingesetzt wurden, haben tatsächlich eine harntreibende Wirkung. Jüngere und jüngste Studien zeigen, dass sogar Mittel mit bemerkenswerten antibiotischen Eigenschaften bekannt waren, auch wenn man von Bakterien nichts wusste.

Thomas Meisermann
Ist Anthroposophische Medizin (AM) eine traditionell europäische Medizin ?

Die Grundlegung der Anthroposophischen Medizin geht auf die Zusammenarbeit von Dr. phil. Rudolf Steiner mit einer Gruppe von Ärzten, allen voran Dr. med. Ita Wegman seit den 1920er Jahren zurück.
Ihre Intention ist, der seit damals zunehmend materialistisch orientierten Medizin wieder Zugänge zu einer lebendigen Spiritualität zu eröffnen und eine Integration des naturwissenschaftlichen mit dem geisteswissenschaftlichen Denken und Handeln zu schaffen und die menschliche Dimension der Medizin zu erhalten.
Eine Reihe von Elementen sind dabei aus traditionellen europäischen Medizinströmungen aufgegriffen worden, wie die 4 Elemente, die 4 Temperamente, die Trinität, viele Heilpflanzen, Paracelsische Heilkunst, das Potenzierungsverfahren von Hahnemann, die Goetheanistische Naturbetrachtung - und ganz zentral: das Christliche.
In der Anthroposophie geht es weniger um Tradierung alten Wissens als um einen Neugriff im Verständnis und der Durchdringung von Natur und Mensch und eine schöpferischen Weg in der Medizin, die wieder zu einer Heil-Kunst werden kann.

Bernadette Ofner
Vom Verschreien und Abbeten – Traditionelle Krankheitskonzepte und Heilmethoden in der Steiermark

Anhand der Aufzeichnungen Pater Romuald Prambergers (1877-1967) wird ein Einblick in die alpine Heilkunde des Oberen Murtals (Steiermark), Anfang des 20. Jahrhunderts gegeben. Dieses traditionelle Medizinsystem besteht aus über Jahrhunderte gesammelten Überlieferungen, Erfahrungen und Anschauungen, in dem neben traditionellen Heilmitteln auch Spiritualität und Religion einen hohen Stellenwert einnehmen. Dabei ist die gezielte Anwendung von Präparaten so eng mit mystisch-magischen Heilglauben verflochten, dass man systematisch gewonnenes Wissen und magisches Denken kaum voneinander trennen kann. Darüber hinaus wird mittels verschiedener Zeitzeugenberichte veranschaulicht welche traditionellen Krankheitskonzepte und Heilmethoden in der heutigen Bevölkerung noch Anwendung finden.

Herbert Pietschmann
Die Veränderung unseres Denkens durch die Neue Wissenschaft des 17. Jahrhunderts

Im 17. Jahrhundert wurde durch Galilei, Descartes und Newton auf Basis Aristotelischer Logik ein Denkrahmen geschaffen, der seither nicht nur die Wissenschaft bestimmt, sondern zur Konstruktion unserer Wirklichkeit auch im Alltag herangezogen wird. Die vier Säulen dieses mechanistischen Denkrahmens sind: Alles messen (Galilei), alles in kleinste Teile zerlegen (Descartes), immer Entweder-Oder (Aristoteles) und immer Ursachen finden (Newton). Im 18. Jahrhundert führte dieses Denken zur Aufklärung, seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wird es mehr und mehr zum Hindernis für umfassende Erkenntnis.

Wolfgang Schachinger
Ayurveda Medizin

„Ayurveda ist ewig, ohne Anfang und ohne Ende; denn die Gesetze des Lebens sind von universeller Natur und ihre Eigenschaften zeitlos“
Charaka Samhita, Sutrasthana 30/27 (ca. 500 v.Chr.)
Der Ayurveda wird von seinen Protagonisten gerne als “Mutter der Medizin” bezeichnet. Wenn auch ein genaues Alter historisch schwer abzugrenzen ist, so ist klar, dass der Ayurveda aus der Synthese Jahrtausende alter Vedischer Geisteswissenschaft und Grammatik mit folkloristischer Kräuterheilkunde entstanden ist und dadurch zur ältesten „Schulmedizin“ wurde.
Der Veda beschreibt die Schöpfung als eine aus der Stille entstandene Ganzheit, in der alles mit allem verbunden ist. Die Grundlage der ayurvedischen Physiologie bildet die Lehre von den Elementen und deren Qualitäten. Die Trias der Diagnostik (Sehen – Tasten  – Hören/Befragen) führt den wissenschaftlich geschulten Arzt, der die Gesetzmäßigkeiten des Lebens und der Natur exakt kennt,  zu einer Therapie, die entweder palliativ (mildernd), kurativ (ausleitend) oder die Gesundheit stärkend sein kann. Die Therapieverfahren sind vielfältig und reichen von psychosomatischen Techniken wie Transzendentaler Meditation und Yoga, Anwendung von Klängen, Mantren und Musik, über Diätetik, Kräuterheilkunde und kurmäßigen Ausleitungsverfahren („Pancha Karma“) bis hin zu modern anmutenden Lebensstil-Empfehlungen und baulichen Maßnahmen (Vedische Architektur).
Eine klare Definition von Gesundheit gibt das Ziel der Therapie vor. Um dieses Ziel zu erreichen, bildet der Ayurveda durch seine Erkenntnisse der Naturgesetze einen Rahmen, der im Lauf der Jahrtausende immer wieder durch neue Verfahren und Anwendungen, wie z.B. Alchemie und südindische Kräuter- und Ölanwendungen, ergänzt und erweitert wurde. Verschiedene Ayurveda Schulen, wie z.B. Maharishi Ayurveda, legen großen Wert auf traditionelle, in den Veden begründete Anwendungen, und gleichzeitig auf wissenschaftliche Erforschung ayurvedischer Heilmethoden.

Karl Steinmetz
Was ist "Traditionelle Europäische Medizin = TEM"? Ein Definitionsversuch

Die Begriffsverbindung "Traditionelle Europäische Medizin" ist relativ neu; so neu, dass sie im allgemeinen Sprachgebrauch noch kaum präsent ist. Für die letzten fünf Jahre ist allerdings zugleich eine Inflation der Begriffsverwendung zu verbuchen: Kurse, Bücher, Tagungen, Projekte und Institute berufen sich auf die TEM. Dabei ist keinesfalls klar, was TEM bedeuten soll. Gehört etwa die Kneippmedizin zur TEM? Welche Therapien umfasst sie? Wo liegt ihr zeitlicher Anfang? Ist sie wirklich "Medizin"? etc. Der Beitrag "Was ist TEM?" will provozieren: durch eine präzise Definition.

Regina Webersberger
TEM in der Kurmedizin – Möglichkeiten, Grenzen, Trends

Seit einigen Jahren werden in den Kurhäusern der Marienschwestern vom Karmel nicht nur Therapien aus den 5 Säulen der Kneippmedizin (Wasser, Ernährung, Bewegung, Heilkräuter und Lebensordnung) angewendet, sondern wir bieten auch Diagnose- und Behandlungsmethoden aus der TEM an. Dies ist eine optimale Ergänzung, denn sie ermöglicht uns, das Kurprogramm noch besser an die individuellen Bedürfnisse und Beschwerden der Patienten anzupassen. Bei Bedarf kommen auch ausleitende Verfahren (Schröpfen, Fasten, Aderlass) zum Einsatz. Der Vortrag gibt einen Überblick über unsere therapeutischen Möglichkeiten in der Praxis und in welche Richtung wir uns noch weiterentwickeln wollen.